Snooker – Stars der Szene (Ronnie O’Sullivan)

Von Joe Davis bis Ronnie O’Sullivan

In den letzten Jahren genießt Snooker eine immer größer werdende Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Hauptverantwortlich sind natürlich die TV Übertragungen von Eurosport, BBC und Sky. Doch beginnen wir mit dem Snooker Spieler , der die erste Hälfte des 20. Jhdts dominierte – Joe Davis. Er wurde insgesamt 15 mal Weltmeister, das letzte mal im Jahr 1946. Sein erstes Maximum Break gelang ihm jedoch erst im Jahr 1955.

Der Snookerstar der 80er Jahre

Der Spieler der 1980er Jahre war ganz eindeutig Steve Davis, Spitzname „The Legend“ oder „The Nugget“. Er holte sich insgesamt 6 Weltmeister Titel und spielte das erste im TV übertragene Maximum Break. Zusätzlich ist er ein erfolgreicher Pool Billard Spieler. Im Jahr 2000 erreichte er bei der 9-Ball WM sogar das Viertelfinale. Im Jahr 1988 gelang ihm sogar der Sieg bei der Wahl zum britischen Sportler des Jahres. Zugleich konnte er im selben Jahr als erster Spieler die Snooker-Triple-Crown (WM-, UK- und Masterstitel) gewinnen.

Davis war von 1983 bis 1990 ohne Unterbrechung die Nummer 1 der Weltrangliste (Order of Merit). Eine Leistung die zuvor und danach noch keinem anderen Snookerspieler gelungen ist. Vermutlich wird dies ein Rekord für die Ewigkeit bleiben.

Im Rahmen der Snooker-WM im Crucible Theatre beendete er 2016 nach stolzen 38 Jahren seine herausragende Karriere. In dieser Zeit gelangen ihm nicht nur ganze 355 Century-Breaks sondern er konnte auch knapp 7 Millionen Euro an Preisgeldern an Land ziehen.

Die 1990er Jahre

Die 1990er Jahre dominierte ein anderer junger Spieler, der Schotte Stephen Hendry. Neben 7 Weltmeisterschafts Titeln zählt er 36 Ranglistenturniersiege sein eigen, eine Zahl die kein anderer Snooker Spieler bis heute erreicht hat. 1989 und 1996 wurde er zum Sportler des Jahres in Schottland gewählt. Elf mal gelang im ein Maximum Break, der zweitbeste Wert. Geschlagen muss er sich in dieser Sparte nur einem geben.

Das neue Jahrtausend – das Genie Ronnie O’Sullivan

Dem Engländer Ronnie O’Sullivan, dem dieses Maximum Break bislang 13 mal gelang. Zu seinen Erfolgen zählen 5 WM Titel, 28 Ranglistenturniersiege und auch 824 Century Breaks (100 oder mehr Punkt bei einer Aufnahme). Er zählt mit Sicherheit zu den besten Snooker Spielern der Geschichte und viele sehen in ihm den besten aller Zeiten. Seinen Spitznamen „The Rocket“ hat er aufgrund seines enorm schnellen Spiels erhalten. Das schnellste jemals gespielte Maximum Break darf er offensichtlich auch auf seine Kappe schreiben (siehe Video unten). Es gelang ihm 1997. O’Sullivan kann sowohl rechts als auch linkshändig spielen. Dieses Können stellte er sogar schon in Situationen extremen Drucks unter Beweis (zBsp bei einem Maximum Break).

Ein Maximum Break ist die höchst mögliche Punktezahl beim Snooker. Dazu müssen alle 15 roten Objektbälle abwechselnd mit dem schwarzen Ball versenkt werden, und darauf folgend die 6 Farben in ihrer korrekten Reihenfolge. Das ergibt die Höchst Punkte Zahl von 147 Punkten. (siehe Regeln)

Ronnie O’Sullivans Lebenslauf (Running – Die Autobiografie) ist geprägt durch einschneidende Erlebnisse: In jungen Teenager Jahren musste er miterleben wie sein Vater 1992 wegen Totschlags für 18 Jahre hinter Gitter musste. Auch seine Mutter musste diesen Weg 1994 für einige Monate wegen Steuerhinterziehung gehen. Ob diese Ereignisse mit ein Grund für seinen zeitweise auftretenden Konsum von Cannabis und Alkohol als auch Depressionen mitverantwortlich sind kann man nur vermuten.

Weitere Topspieler

Es gibt natürlich weitere Topspieler. Die oben genannten Spieler wurden alle in die Snooker Hall of Fame gewählt. Darin befinden sich auch Joe Davis‘ Bruder, Fred Davis, der 4-malige Weltmeister John Higgins, der 2-fache Weltmeister Mark Selby, der 2-fach Weltmeister Mark J Williams und andere.

Bis jetzt waren fast alle Topspieler des Snooker aus Großbritannien oder Irland. Doch seit geraumer Zeit steigen auch asiatische Spieler in das Konzert der Großen auf – Ding Junhui, Liang Wenbo und Marco Fu. Snooker ist in Asien und vor allem in China somit auch auf dem besten Weg von einer Randsportart hin zum Publikumsmagneten zu werden.

Schnellster Maximum Break der Geschichte – Ronnie O’Sullivan


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