8 Ball Regeln

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© Bata Bar & Billiards

8 Ball ist eines der beliebtesten Billard Spiele. Weltweit erlebt sdiese Variante des Pool Billards einen enormen Zulauf. Die Gründe sind offensichtlich: 8 Ball ist nicht nur die einfachste Pool-Variante. Man kann es auch fast überall spielen. In vielen Cafes, Clubs oder Bars steht ein Pool-Tisch. Das führt dazu, dass viele die Gelegenheit am Schopf packen und sich eine Runde gönnen. Ob zum reinen Zeitvertreib, zur Unterhaltung oder mit höheren Ambitionen, ist dabei gar nicht ausschlaggebend – der Spaß steht meistens im Vordergrund.

Das 8-Ball-Spiel in groben Zügen erklärt

Üblicherweise wird auf einem Pool-Tisch gespielt, der mit einer Größe von 9 Fuß (2,54 m × 1,27 m) auch bei offiziellen Turnieren bespielt wird. 8-Ball ist ein sogenanntes Ansagespiel. Bevor ein Ball („Kugel“) angespielt werden darf, musst du sowohl den Objekt-Ball (die Ziffer) als auch die Tasche („Loch“) ansagen, in die du den Ball spielen möchtest.

Ist es offensichtlich, welchen Ball du in welches Loch versenken möchtest, fällt diese Regel meistens in den Bach. Weniger offensichtliche Spielzüge, wie zum Beispiel das Spielen über Banden oder vor allem der Schlusspunkt (das Spielen der schwarzen Acht), musst du jedoch immer laut ansagen.

Ziel des Spiels ist es, alle deine farbigen Kugeln (Objektbälle), entweder Halbe oder Volle, einzulochen, um die schwarze Acht als letzte Kugel versenken zu dürfen. Wer das zuerst erreicht, hat das Spiel gewonnen.

Im Freizeitbereich wird oftmals nach eigenen 8 Ball Regeln, sogenannten Haus – und Kneipenregeln gespielt. Weit verbreitet wird die schwarze Acht ins gegenüberliegende Loch der letzten versenkten Farbigen gespielt. Wenn ein Spieler beim Anstoß – dem Break – den schwarzen Ball versenkt hat er das Spiel verloren oder gewonnen. Das Ansagen wird im Hobbybereich so gut wie immer weggelassen um das Spiel ein wenig zu erleichtern und den Spielspaß nicht zu trüben. Diese Sonderregeln müssen natürlich alle vor Beginn des Spiels besprochen werden.

Offiziell darf die schwarze Acht jedoch nicht eingelocht werden solange noch eigene Farben auf dem Tisch liegen. Wenn Sie jedoch die schwarze Kugel vorher einlochen dann haben Sie das Spiel automatisch sofort verloren. Sie dürfen jedoch die schwarze Kugel genauso in jedes beliebige Loch versenken wie die anderen Farben. Jedoch mit vorheriger Ansage.

Die altbekannten Kneipenregeln mit gleiches Loch oder gegenüber dienen nur zur Verlängerung des Spiels damit es nicht zu teuer wird (Münztische). Versenken Sie jedoch die Schwarze in eine andere als zuvor angesagte Tasche dann haben Sie das Spiel genauso sofort verloren. Spielen Sie die Schwarze zuerst an und versenken sie im korrekten Loch, dann dürfen danach auch andere Kugeln fallen. Wichtig ist nur, dass sie Ihre angesagte Kugel immer zuerst anspielen. Ausnahme: Fällt nachdem Versenken der Schwarzen gleichzeitig auch der weiße Spielball. In diesem Fall haben Sie das Spiel auch sofort verloren.

Offizielle Matches werden im Best of Modus auf 10, 15 oder 20 Frames gespielt.  Das heißt der Spieler der zuerst 6, 8, oder 10 Frames gewinnen kann entscheidet das Match für sich.

 

Aufbau und Break

Die Objektbälle werden mittels Dreieck aufgebaut. Der vordere Ball ist frei wählbar und wird am sogenannten Fußpunkt platziert. Die beiden hinteren Ecken des Dreiecks müssen mit je einer Halben und einer Vollen befüllt werden, die schwarze Acht wird in der Mitte platziert. Die restlichen Objektbälle dürfen frei wählbar nach Lust und Laune aufgebaut werden.

8 Ball Regeln, Korrekter 8-Ball Aufbau

Beim Break, dem Eröffnungsstoß, muss mindestens ein Objektball eingelocht werden oder vier Objektbälle eine Bande berühren. Wird ein Objektball versenkt bleibt der Spieler am Tisch. Gelingt nichts von beiden muss der Gegner entscheiden ob er übernimmt oder einen Neuaufbau fordern. Beim Neuaufbau bestimmt auch er wer den nächsten Break ausführen muss. Nach dem Break gilt der Tisch auch immer als offen, d.h. man darf wenn zBsp eine Halbe versenkt wurde, trotzdem auf eine Volle spielen und umgekehrt.

Dem Spieler bleibt also die freie Wahl ob er die Vollen oder Halben spielen möchte. Erst nach dem ersten versenkten Objektball mit Ansage entscheidet sich die Farbwahl. Beim „offenen Tisch“ gibt es jedoch einige besondere Regeln (siehe Besonderheiten). Beim Break selbst gibt es keine Ansage weil dies viel zu schwierig und langwierig wäre. Der Spielball darf beim Break beliebig entlang der Kopflinie aufgelegt werden.

Sollte der weiße Spielball beim Break vom Tisch springen oder versenkt werden, ist dies laut offiziellen 8-Ball-Regeln ein Foul. Das führt zum sogenannten „Ball in Hand“ für den Gegner. Das heißt: Der darf den Spielball nehmen und ihn irgendwo im Kopffeld platzieren. Alle versenkten Farbigen (Objektbälle), mit Ausnahme der 8, bleiben jedoch in den Taschen.

 

 

Foul

  • die weiße Kugel, also der Spielball, berührt keine der eigenen Kugeln (Objektbälle)
  • du triffst mit dem Spielball den schwarzen Ball, obwohl noch andere deiner farbigen Kugeln (Objektbälle) am Tisch liegen
  • wenn du eine Kugel (Objektball) deines Gegners anspielst, bevor du eine eigene getroffen hast
  • du triffst zwar einen deiner eigenen Objektbälle, dieser jedoch wird nicht versenkt – UND berührt auch keine Bande. WICHTIG also: 1) entweder du versenkst den angespielten Objektball oder 2) du musst mit dem weißen oder dem angespielten Objektball zumindest eine Bande berühren
  • wenn du einen extremen Rückläufer spielst, oder du versuchst, durch absichtliches oder auch unabsichtliches Abrutschen einen Sprungball zu spielen (also mit dem weißen Spielball einen Ball zu überspringen). Ein regulärer Sprungball muss mit einem nach unten weisenden Queue oberhalb des Ballhorizonts getroffen werden. Das Schaufeln des Balles ist nicht erlaubt
  • wenn Objektbälle aus überfüllten Taschen hervorragen und das Spiel stören zB beim Einlochen behindern
  • kein korrekter Stoß ausgeführt wurde

All diese Fouls führen genauso zu einem „Ball in Hand“. Das heißt, der Gegner darf den weißen Spielball in die Hand nehmen und ihn frei wählbar am ganzen Tisch platzieren.

 

Korrekter Stoß:

  • es muss immer ein eigener Objektball getroffen werden
  • wenn zuerst ein eigener Objektball angespielt wurde aber dieser danach einen des Gegners trifft
  • der Spielball muss immer die Spielfläche berühren, darf nicht zum Springen gebracht werden
  • man darf seinen Objektball (Farbige) zuerst über Bande anspielen, muss jedoch 1. entweder den Objektball versenken oder 2. nach der Kollision zumindest wieder eine Bande berühren

 

Automatische Niederlage laut 8 Ball Regeln

  • die schwarze Acht fällt auf den Boden
  • die schwarze Acht und der weiße Spielball werden beide mit einem Stoß versenkt (Ausnahme beim Break)
  • der schwarze Ball nicht in die angesagte Tasche versenkt wird sondern in eine andere
  • der schwarze Ball versehentlich frühzeitig versenkt wird

 

Besonderheiten

„offener Tisch“

der Tisch ist nach dem Break (Eröffnungsstoß) immer offen. Selbst wenn eine oder mehrere Objektbälle (Farbige) versenkt wurden. Es ist erlaubt

  • mit einer Vollen oder Halben eine angesagte Halbe zu versenken
  • einer Vollen oder Halben eine angesagte Volle zu versenken
  • mit der schwarzen Acht eine angesagte Volle oder Halbe zu versenken. Jedoch darf die 8 nicht als erste Kugel angespielt werden d.h. wenn die schwarze 8 zufällig von einer Halben oder Vollen getroffen wird und in Folge die angesagte Kugel versenkt wird ist das in Ordnung. Wird die schwarze Kugel zuerst getroffen gibt der Spieler die Aufnahme ab.

 

 

Sehr gutes Video mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten 8 Ball Regeln

 

 


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