Snooker Regeln

Allgemeine Snooker Regeln

Die Snooker Regeln sind nicht ganz einfach. Die Grundregeln hat man relativ schnell im Kopf gespeichert aber es gibt einige Besonderheiten die selbst Pofispieler nicht sofort parat haben. Eines sticht beim Snooker sofort ins Auge – die offizielle Snookertisch Größe misst mit 12 ft um einiges mehr als ein Pool Billardtisch. Snooker wird mit einem weißen Spielball, 21 Objektbällen15 roten und 6 Farben (Gelb, Grün, Braun, Blau, Rosa, Schwarz) gespielt. Abwechselnd wird ein roter Ball und ein beliebiger der 6 färbigen Bälle angespielt, wobei zu Beginn immer eine rote Kugel versenkt werden muss. Die roten Kugeln verbleiben in den Taschen, die 6 Farben werden wieder auf einen fix vorgegebenen Platz am Tisch platziert. Das wiederholt sich solange bis alle roten Bälle versenkt wurden und nur mehr die Farben übrig bleiben. Diese müssen nun aufsteigend nach ihrer Wertigkeit eingelocht werden.

 

  • Gelb        = 2 Punkte
  • Grün       = 3 Punkte
  • Braun     = 4 Punkte
  • Blau        = 5 Punkte
  • Rosa       = 5 Punkte
  • Schwarz = 7 Punkte

 

Jeder versenkte rote Ball zählt 1 Punkt. Daraus ergibt sich bei einem perfekten Frame eine maximale Punkteanzahl von 147 Punkten (Maximum Break). Ziel des Spiels ist es je Frame mehr Punkte zu erzielen als der Gegner. Das Frame ist beendet wenn alle Bälle versenkt wurden. Es ist ebenfalls beendet, wenn bei einer Punktedifferenz von größer als sieben außer dem weißen Ball nur noch der schwarze Ball auf dem Tisch liegt. Ein Match besteht aus mehreren Frames. Sollte es zum Ende eines Frames Unentschieden stehen, wird der schwarze Ball solange wieder aufgelegt bis einer verfehlt oder ein Foul begeht. Sieger ist der Spieler der mehr als die Hälfte der festgelegten Frames gewonnen hat (Best of – Modus).

Snooker ist ein Ansagespiel, das heißt der Spieler muss vor jedem Stoß bekanntgeben welchen Ball er spielen wird und muss dann auch diesen spielen. Er kann sich die Ansage ersparen wenn der nächste Spielzug klar und offensichtlich ist.

 

Aufbau und Anstoß (Break of Shot) 

(siehe Video)

Dauer: 1.42 min

Das Anstoßrecht wird per Münzwurf entschieden.

 

Taktik

Es zählt nicht nur das Einhalten der Snooker Regeln sondern es ist ein komplexes Strategiespiel. Jeder Stoß muss gut durchdacht werden. Spielt man den Spielball mit Topspin, der Ball wird im oberen Drittel angespielt, oder mit Backspin, der Spielball wird im unteren Drittel angespielt, damit er nach der Kollision mit dem Objektball in eine bestimmte Richtung abprallt. Alles mit dem Ziel denn weißen Spielball wieder so zu positionieren dass der nächste Stoß ideal gespielt werden kann. Weltklasse Snooker-Spieler denken, wie auch beim Schach, einige Spielzüge voraus. Es heißt 3 Spielzüge wären völlig ausreichend.

Der Spieler muss auch wissen wann er lieber einen Gang zurückschalten sollte und in die Defensive gehen anstatt weiterhin mit Vollgas zu attackieren. Dazu dienen sogenannte Sicherheitsstöße (Safeties), bei denen versucht wird den Spielball so zu positionieren damit der Gegner nur sehr schwer eine Möglichkeit zum Einlochen vorfindet. Der perfekte Safety ist ein sogenannter Snooker. Der Spielball gilt als gesnookert, wenn ein direkter Stoß auf jeden Ball, den der Spieler gemäß den Regeln als nächstes anzuspielen hätte, nicht möglich ist.

 

Foul laut den Snooker Regeln

Bei einem Foul werden dem Gegner laut Snooker Regeln zumindest 4 Punkte gut geschrieben. Außer aber der blaue, rosa-farbige oder schwarze Ball sind beim Foul involviert. Dann gibt es entweder 5, 6 oder 7 Punkte für den Gegner. Der Gegner hat auch das Recht zu entscheiden ob er übernimmt oder der Spieler weiterspielen soll! Entscheidet der Schiedsrichter auf Miss, kann der Gegner auch entscheiden den Ball wiederholen zu lassen. Dazu muss der Schiedsrichter alle veränderten Bälle wieder auf ihre ursprünglichen Positionen legen.

Ball in Hand gibt es beim Snooker nur dann wenn der Spielball versenkt wird oder vom Tisch springt. Im Gegenteil zum Pool darf man den Spielball beim Snooker nicht im ganzen Spielfeld positionieren sondern nur innerhalb des D. Das D ist der Halbkreis an der Baulk-Line. (siehe Video unten)

Ein Foul liegt vor wenn

  • der Spielball mit etwas anderem als der Queue Spitze gespielt wird
  • der Spielball absichtlich oder unabsichtlich versenkt wird oder vom Tisch springt
  • ein Ball zuerst getroffen wird der nicht on ist
  • kein Ball der Ball on ist gespielt wird
  • ein Ball mit einem Körperteil oder Kleidungsteil berührt wird
  • vor oder nach dem Stoß ein Ball mit dem Queue berührt wird
  • ein Jump Shot gespielt wird, d.h. der Spielball zum Springen gebracht wird

 

Einige Fachausdrücke aus dem Englischen

Cannon – der weiße Spielball berührt zwei Objektbälle um besser platziert zu werden. Das ist offensichtlich ein taktischer Spielzug um den Spielball für den nächsten Stoß ideal zu legen.

Touching Ball – der Spielball liegt an einem Objektball an, ist on press. Eine schwierige Situation denn der Spielball darf nicht verschoben werden sondern muss so gespielt werden.

Free Ball – begeht ein Spieler ein Foul und hinterlässt den Spielball in einer gesnookerten Position, darf der Gegner einen Objektball seiner freien Wahl spielen. Er erhält immer nur 1 Punkt, egal welchen Ball er spielt! (siehe Video unten)

Conceding – wenn ein Spieler denkt er hat keine realistischen Chancen das Frame zu gewinnen kann er aufgeben. Genauso wenn nicht mehr genügend Punkte spielbar sind um das Frame noch zu gewinnen. Der Spieler gibt sich somit frühzeitig geschlagen.

Maximum Break – das perfekte Spiel sind 147 Punkte. 15 rote Bälle, 15 mal der schwarze Ball und zum Schluss alle Farben in korrekter Reihenfolge.  Es passiert relativ selten aber wenn dann wird es vom Publikum lautstark gefeiert. Bei einem Break zählen generell nur die erzielten Punkte und nicht die durch ein Foul des Gegner dazu geschriebenen Pluspunkte.

Cue Ball – wird der weiße Spielball auch genannt.

Ball on – wird der Objektball genannt der als nächstes laut Regelwerk zu spielen ist. Dieser Ball muss immer zuerst getroffen werden, egal ob zuvor die Bande gespielt wurde oder nicht. Ist der nächste Ball ein roter Objektball dann sind alle roten Ball on. Es dürfen auch mehrere rote Bälle auf einmal eingelocht werden. Man bekommt genauso 1 Punkt pro Ball, darf danach aber nur einen farbigen Ball spielen. Deshalb vermeidet man das Versenken mehrerer roter Bälle weil man so insgesamt weniger Punkte erzielen kann.

 

Schwierigkeitsgrad

Snooker ist im Vergleich zu Pool Billard alleine wegen den kleineren Bällen schwieriger zu spielen. Pool Bälle haben einen Durchmesser von 57,2 mm. Hingegen besagen die Snooker Regeln dass Snooker Kugeln nur einen Durchmesser von 52,5 mm haben dürfen. Sie sind somit um 4,7 mm oder ca. 0,5 cm kleiner. Jetzt könnte man sagen, super, kleinere Kugeln in gleich große Taschen versenken. Kinderspiel! Nein. So ist dem natürlich nicht! Die Taschen sind um einiges weiter in den Tisch gezogen und selbstverständlich enger. Zusätzlich erschweren abgerundete Ecken das Einlochen zusätzlich.


Kurze Infos vom deutschen Ex-Profi Lasse Münstermann

Dauer: 6:38 min

 


Nützliche Infos unter anderem bezüglich dem Free Ball

Dauer: 6:12 min

 


Ball in Hand beim Snooker

Dauer: 2.02 min


Ein Video mit unglaublich vielen nützlichen Infos, Tipps und Tricks. Empfehlenswert!

Dauer: 18:38 min