9 Ball Regeln beim Pool Billard

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9 Ball ist im Gegensatz zu 8 Ball ein nicht so weit verbreitetes Spiel an den Billardtischen. Es ist kein Ansagespiel. Gespielt wird mit 9 verschieden farbigen Objektbällen und einem weißen Spielball. Wie schon vielleicht vom Namen abzulesen ist das Ziel alle 9 Kugeln in ihrer Zahlenreihenfolge von 1 bis 9 zu versenken. Ein Spieler hat solange Aufnahme (bleibt am Tisch) solange er regulär eine Kugel versenkt, das Spiel mit dem Einlochen der 9 gewinnt oder ein Foul begeht. In diesem Fall hat der Gegner „Ball in Hand“ und darf die weiße Spielkugel beliebig am ganzen Tisch positionieren. Sieger ist nicht nur wer die 9 versenkt. Bei den 9 Ball Regeln gibt es noch eine Besonderheit. Begeht der Gegenspieler drei Fouls in Folge, ohne dazwischen einen korrekten Stoß ausgeführt zu haben, hat man das Spiel ebenfalls gewonnen.

 

Aufbau und Break

 

Die Objektbälle werden in Form eines Rhombus aufgebaut. Der Ball mit der Nummer 1 muss an der Vorderseite und zugleich am Fußpunkt, die Kugel mit der Nummer 9  in der Mitte platziert werden. Der Rest ist egal und frei wählbar, solange nur die Rhombus Form eingehalten wird (siehe Bild unten). Der Spielball darf im ganzen Kopffeld platziert werden.

Beim Break muss der Ball mit der Nummer 1 zuerst getroffen werden. Wird kein Ball versenkt oder berühren nicht mindestens 4 Bälle eine Bande ist es ein Foul. In diesem Fall entscheidet der Gegenspieler ob er übernimmt oder kann einen Neuaufbau fordern. Natürlich entscheidet auch er über das Anstoßrecht. Wird jedoch einer oder mehrere Spielbälle versenkt bleibt der breakende Spieler natürlich am Tisch. Wer zum Breaken darf wird beim sogenannten Lag ausgespielt. Der Spielball wird von der Kopflinie über die gegenüberliegende Bande gespielt, mit dem Ziel den Ball wieder so nahe wie möglich an der Kopffeld Bande zu platzieren. Sieger ist selbstverständlich wessen Spielball näher an der Bande liegen bleibt. Das Break ist für versierte Spieler immer ein großer Vorteil!

Besonderheiten beim Break:

Fällt eine oder mehrere Kugeln vom Tisch ist es ein Foul. Ebenso wenn der Spielball eingelocht wird. In diesen Fällen bleiben versenkte Objektbälle jedoch in den Taschen. Ausnahme bildet die Kugel mit der Nummer 9. Diese wird wieder am Fußpunkt aufgestellt. Ist dieser nicht frei wird sie von der Fußbande aus so nahe wie möglich am Fußpunkt positioniert. Beim Golden Break wird die Kugel mit der Nummer 9 versenkt und der Spieler hat sofort gewonnen! Beim Foul hat der Gegenspieler „Ball in Hand“ und darf somit den Spielball frei nach Lust und Laune am ganzen Tisch auflegen. Es gibt beim Ball in Hand nur eine Regel – der Spielball darf nicht on press liegen, also nicht anliegend an einen anderen Ball.

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Der Push Out

Ein Spieler der direkt nach einem regulären Eröffnungsstoß (Break) an die Reihe kommt kann beim 9 Ball einen sogenannten Push Out spielen. Dieser muss aber zuvor angesagt werden! Der Spielball darf gespielt werden ohne einen Objektball oder eine Bande treffen zu müssen. Ein Stoß der in jeder anderen Situation laut 9 Ball Regeln ein Foul nach sich ziehen würde! Ziel ist es den weißen Spielball in eine bessere bzw schlechtere Position zu bringen. Das ist eine taktische Maßnahme wenn man selbst nicht in der Lage ist die reguläre nächste Objektkugel anzuspielen. Deshalb versucht man den Ball für den Gegenspieler, der nach einem Push-Out an der Reihe ist, schlecht zu legen.

 

Foul

  • wenn der Spielball keinen Objektball berührt
  • wenn ein Objektball getroffen wird der nicht die niedrigste Nummer hat
  • wenn irgendeine Kugel vom Tisch fällt. Dazu zählt auch die Bande außer der Ball fällt wieder zurück ins Spielfeld
  • wenn ein Spieler mit mit irgendeinem Körperteil oder Kleidungsstück einen Ball berührt
  • genauso wenn ein Objektball mit dem Queue berührt wird
  • ein Spieler zwar den korrekten Objektball spielt, dieser aber nicht eingelocht wird und keine Bande berührt wird
  • während dem Spielen muss immer ein Fuß den Boden berühren
  • solange sich die Kugeln bewegen ist das Berühren oder Stoßen jeglicher Kugel verboten
  • wenn man „durchstößt“ (siehe Pool Billard Regeln allgemein)
  • in offiziellen Turnieren das 30 sec Zeitlimit überschreitet

 

9 Ball Regeln – Besonderheiten und Ausnahmen

trifft man mit einem regelkonform angespielten Objektball einen anderen, und versenkt diesen anderen, ist dies ein gültiger Stoß. So kann man auch die Kugel mit der Nummer 9 frühzeitig einlochen und das Spiel gewinnen.

Beispiel:

Nächster zu versenkender Spielball ist die Nummer 4. Der Spieler trifft die Nummer 4 und diese ihrerseits die daneben liegende Nummer 9. Diese wird versenkt. Bingo! Spiel gewonnen.

 

 

Extension

Grundsätzlich hat jeder Spieler 30 Sekunden Zeit um seinen Stoß durchzuführen. Ein einziges mal kann er zusätzliche 30 Sekunden einfordern. Muss dies aber dem Schiedsrichter mitteilen. Als Einsteiger oder Hobbyspieler kann man diese Regel selbstverständlich auch außer Acht lassen, bei offiziellen Turnieren zählt sie natürlich.

 

Video mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten 9 Ball Regeln

Sprache: englisch

 

 

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